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Kom 14 - Interkulturelle Kommunikation in der Pflege


Zielgruppe:
Alle Mitarbeiter(innen) in der Pflege. Insbesondere diejenigen, die im Team oder im Pflegealltag mit Menschen unterschiedlicher Kulturkreise zusammenarbeiten.

Der Pflegealltag wird zunehmend internationaler – sowohl unter den Klienten als auch bei den Pflegenden selber steigt die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund ständig an. Dies bedeutet, dass in der Pflegesituation immer öfter Menschen aus ganz unterschiedlichen Kulturkreisen aufeinander treffen, mir ihren je eigenen Lebensgewohnheiten, Wertvorstellungen und Erwartungen an den Pflegeprozess. Häufig wird dieses Aufeinandertreffen begleitet von dem Gefühl einer unverstandenen Fremdheit, was den Pflegekontakt belastet und den Heilungsprozess negativ beeinflussen kann.
Der Kurs fördert das Verständnis für die oft zunächst fremden Gewohnheiten und Vorstellungen, und eröffnet dadurch einen interkulturellen Handlungsspielraum im Pflegealltag.

Inhalt:
Der Kurs gliedert sich in drei inhaltliche Phasen, die aufeinander aufbauen:

1.    Bewusstmachung (Cultural Awareness):
Hier geht es zunächst darum, ein Bewusstsein für die eigene kulturelle Prägung zu entwickeln. Was von all dem, was uns so selbstverständlich und allgemeingültig erscheint ist eigentlich Produkt unserer Kultur? Diese Phase beinhaltet eine intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen (kulturell geprägten) Wahrnehmen, Bewerten und Verhalten.

2.    Kulturelles Wissen:
Wie ticken Menschen aus anderen Kulturen? Warum verhalten sie sich manchmal so „komisch“, bzw. anders als wir uns für uns zunächst unverständlich? Welche Motive und Werthaltungen liegen ihrem Verhalten zugrunde?
Die Schwerpunkte dieses Teils richten sich nach der kulturellen Zusammensetzung der Teilnehmer Gruppe und der kulturellen Herkunft der Pflegebedürftigen. Je nach dem, um welche Kulturkreise es geht, werden die jeweils bedeutsamsten Kulturdimensionen und Aspekte behandelt.

3.    Interkulturelle Kompetenz:
Hier geht es darum, die erhöhte Sensibilität und das gewonnene Wissen praktisch umzusetzen und auf den Pflegealltag bezogen zu üben. In praxisnahen Szenen und kritischen Fallbeispielen wird das Gelernte getestet und gefestigt. Dabei wird auch Gelegenheit bestehen, reale Konfliktsituationen aus dem interkulturellen Pflegealltag der Teilnehmenden zu bearbeiten.

Ziel:
Die Teilnehmenden werden durch den Kurs befähigt, kulturspezifische Konflikte im Pflegealltag zu erkennen und zu entschärfen. Durch einen bewussteren Umgang mit den eigenen, kulturspezifischen Wertvorstellungen und Verhaltensweisen, und einem besseren Verständnis für die „Eigenarten“ des anderen, können sie zum Brückenbauer werden um gemeinsam mit dem Pflegbedürftigen nach einem für beide gangbaren Weg zu suchen.

Methoden:
Vortrag, Lehrgespräch, Gruppenarbeit, Rollenspiel, szenisches Spiel, Simulationen

Seminardauer:     2 x 8 bis 3 x 8 Seminarstunden (à 45 Minuten)

 
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Dozentin

Lisa Buddemeier

Kommunikation
Pflege für die Pflege
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