18.04.2012 10:00
- 18.04.2012 16:45
„Das Kompressionsseminar“ - Indikationen, Beobachtung, Durchführung
Dozent: Herr Kreile
Zeit: 10:00 bis 16:45 Uhr
Dauer: 8 Seminarstunden
Datum: 18.04.2012
Zielgruppe: Alle Pflegekräfte
Seminarbeschreibung:Seit der Erfindung des aufrechten Gangs ist der Mensch ein Opfer der Schwerkraft geworden. Das venöse Blut muss gegen die Schwerkraft senkrecht in die Höhe steigen, wenn es seinen Weg zurück zum Herzen antritt. Vielfach sind die Venen mit den Jahren den starken Belastungen nicht mehr gewachsen oder durch eine Thrombose geschädigt. Dann ist der venöse Rückfluss gestört und der Mensch ernsthaft krank.
Venenleiden sind in unserer modernen Gesellschaft eine Volkskrankheit mit steigender Tendenz. Heute leidet schätzungsweise jeder 8. Erwachsene an einer fortgeschrittenen chronischen Venenerkrankung.
Etwa 15 Millionen Menschen haben eine therapiebedürftige Varikosis mit ausgeprägten Krampfadern. Bei 50% der Betroffenen bestehen schmerzhafte Stauungen, Hautverfärbungen und Ekzeme. Es wird angenommen, dass heute bereits 2 Millionen Bundesbürger ein bestehendes oder abgeheiltes Unterschenkelgeschwür
(= Ulcus cruris) tragen.
Schon die Tübinger Studie hat 1984 gezeigt, dass die notwendige Kompressionstherapie nur von der Hälfte aller Patienten konsequent eingehalten wird (leider hat sich das auch heute noch nicht geändert).
Für die meisten Menschen sind Krampfadern vor allem ein kosmetisches Problem, ohne dass an die schwerwiegenden Folgen wie z.B. einem Ulcus cruris gedacht wird.
Inhalt:
- Anatomie und Physiologie des Blutkreislaufs
- Ulcus cruris Arten
- Entstehungsablauf eines Ulcus cruris venosum
- Gradeinteilung eines Ulcus cruris venosum
- Symptome eines Ulcus cruris venosum
- Diagnostik
- Therapeutische und pflegerische Maßnahmen
- Konzept zur Therapie eines Ulcus cruris venosum
- Kompressionsverbände und Kompressionsstrümpfe
Praktischer Teil:
- Umgang mit Kompressionsstrümpfen und Kompressionsverbänden