Dozent: Herr Lenz
Zeit: 10:00 bis 16:45 Uhr
Dauer: 8 Seminarstunden
Datum: 25.04.2012
Zielgruppe: Alle Pflegekräfte
Seminarbeschreibung:Sind Diagnostik und kurative Therapie eines Krankheitsbildes beim Patienten abgeschlossen oder erfolglos, bestehen nur noch palliative Möglichkeiten, erfolgt heute recht zeitnah die Entlassung nach Hause oder die Verlegung in ein Pflegeheim. Hier aber kommen nicht nur vielfältige Aufgaben, sondern auch die Gewissheit des nahenden Todes des Betroffenen auf die Pflegenden zu.
Neben der somatischen Pflege müssen sie sich zwangsläufig auch mit psychischen Besonderheiten auseinander setzen. Die Nähe zum Betroffenen, die zwangsläufig bei der intensiven Versorgung zustande kommt und nicht zuletzt auch die häufigen Kontakte mit den Angehörigen, die Anpassungsprozesse und Ausnahmezustände ergeben eine schwer zu beschreibende Belastung.
Wie umgehen mit Sterben und Tod?
Was ist aus pflegerischer Hinsicht machbar, um Klienten und Angehörigen gerecht zu wer-den?
Welche Pflegeprobleme ergeben sich, und was ist zu bedenken bei unerwünschten Wirkun-gen von Opiaten, bei Atemnot und mangelnder Flüssigkeitsaufnahme?
Wann und wie ist eine Sedierung angezeigt?
Inhalt:Teil I Einführung allgemein, Grundlagen Palliative Care; Tumoren, Tod und Sterben, reaktive Depression, Suizidalität
Teil II Schmerzen und Behandlung; WHO-Schema; NW von Opiaten (Erbrechen, Obstipation, Unruhezustände) pfleger. und medizinische Intervention; Atemnot und Hilfestellung, Sedierung, pro u. kontra zu Beatmung und Flüssigkeitssubstitution
Teil III Zeichen des nahenden Todes, Sterbebegleitung ( + Umgang mit dem Verstorbenen)
Beistand für die Angehörigen, Reaktionsmuster und Handling
Ziele:Die Pflegenden kennen die Grundlagen der Palliative Care, sind informiert über Anzeichen des nahenden Todes und kennen die Auswirkung von Tumoren auf den menschlichen Körper, verstehen reaktive Depression und Todeswünsche. Die Wirkungen von Opiaten sind bekannt, Nebenwirkungen werden erkannt und fachlich korrekt behandelt und kommuniziert. Auswirkung und Sinn von erneuten medizinischen Interventionen können besonders gegen-über den Angehörigen im Sinne der Betroffenen diskutiert werden. Betreuende sind auf mögliche abnorme Belastungsreaktionen von Angehörigen vorbereitet.